Bad Rippoldsau-Schapbach (Baden-Württemberg) – Sie verletzte mindestens zwei Menschen, bevor sie im April 2023 in Trentino (Italien) einen Jogger tötete. Jetzt ist Wildbärin Gaia (19, Registrierung JJ4) im Schwarzwald untergebracht worden. Kontakt zu Menschen wird sie wohl nie wieder haben.
Bereits in der Nacht auf den 20. Juli hat Gaia, Schwester von Problembär Bruno, ihr neues Zuhause erreicht: den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald. „Dieser Einsatz hat uns vieles abverlangt, logistisch, wie auch emotional“, so die Stiftung für Bären. Aus Sicherheitsgründen durfte zuvor nichts über den Transport nach Baden-Württemberg bekannt werden: Sabotage drohte.
Die Bärin wurde betäubt vom italienischen Trentino in den Schwarzwald transportiert
Bärin streng gesichert und abgeschirmt
Ursprünglich sollte Gaia getötet werden, doch die italienische Justiz gab dem Druck vieler Aktivisten nach, traute sie der Stiftung an. Nun bleibt die Bärin – streng gesichert und abgeschirmt von Besuchern – in Bad Rippoldsau-Schapbach gefangen.
Das neue Gehege für Gaia liegt versteckt und ist rund einen Hektar groß. Dieses Foto entstand kurz vor dem Einzug der Problembärin
Die Stiftung: „Der Bärin eine Identität zurückgeben, die Chance, einfach als Bär zu leben, naturnah und verhaltensgerecht, das ist unsere Aufgabe. Ihr Leid können wir nicht verhindern, aber wir können unser Bestes geben, um es zu lindern.“ Auch wenn das Leben für einen wilden Bären in einem Gehege „der absolute Horror“ sei, wie die Sprecherin Leona Köver dem „SWR“ sagte. „Eine alternative Lösung, aber kein guter Weg für sie.“
In der besonderen, einen Hektar großen Anlage lebt Gaia derzeit allein. Ihre Mutter und eine Schwester hat die Stiftung ebenfalls untergebracht, jedoch in anderen Bereichen. Es wird nicht zum Kontakt kommen. Auch nicht zu Menschen: Futter werfen Mitarbeiter über den Zaun.
Andere Teile des Parks können besucht werden
Tierschützer kritisieren die Lösung
Dem französischen Sender „Franceinfo“ sagte Adrien Spiesser, Vertreter des großen Raubtierschutzverbandes „Ferus“: „Obwohl sich diese Parks um das Wohl der Bären sorgen, beobachten wir Anzeichen von Depressionen, wenn ein Wildtier eingesperrt wird.“ Das Tier könne nicht mehr jagen, hätte keinen Kontakt mehr zu Artgenossen.




Benzer Haberler
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