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Wanderer ignoriert Warnschilder und muss über 14.000 Euro blechen

Wie der „Guardian“ berichtet, war der Mann am vergangenen Donnerstag am Ferrata-Berti-Steig nahe San Vito di Cadore (Italien) unterwegs – auf 2500 Metern Höhe, obwohl der Pfad wegen Erdrutschgefahr offiziell gesperrt war. Die Schilder – auch auf Englisch – hatte er einfach übersehen oder ignoriert.

Als Felsbrocken herabstürzten, setzte er gegen 15.30 Uhr den Notruf ab. Wegen des Wetters mussten zwei Helis und mehrere Einsatzkräfte anrücken. Die eigentliche Rettung dauerte rund 93 Minuten – allein der Hubschraubereinsatz kostete 11.160 Euro.

„Er sagte, er habe die Schilder nicht gesehen“, so Nicola Cherubin, Chef der Bergrettung in San Vito. Der Mann hatte Glück – kam mit dem Schrecken davon, muss aber jetzt zahlen.

Grafik: Bröckelnde Riesen – an diesen Bergen drohen durch den Klimawandel Felsstürze. Zugspitze, Hochvogel und Matterhorn. Infografik

Einsatz wegen Brexit teurer

Laut Cherubin wurde die Summe auch deshalb nicht reduziert, weil der Wanderer nicht aus einem EU-Land stammt. Zwei Belgier, die kurz zuvor in einer ähnlichen Lage gerettet worden waren, zahlten deutlich weniger. Ein örtlicher Gesundheitskommissar mahnte: „Bergrettung ist lebenswichtig – keine Taxi-Dienstleistung.“

Wegen zunehmender Extremwetterlagen und Hitze kam es in den letzten Monaten in den Alpen und Dolomiten zu vermehrten Felsstürzen – auch am Mont Blanc. Die Behörden appellieren an Touristen, Warnungen ernst zu nehmen.

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